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Prof. Dr. med. R. Klapdor

Die Antwort der Abteilung Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft auf die Bitte um ihre Stellungnahme zur Frage nach der Seriosität der Werbung Herrn Prof. Uhl's für die Maly-Meditation mit Lebensverlängerungen und Heilungen


In meinem Schreiben nebst ausführlichen Anlagen vom 30.09.2025, per eMail zugeschickt am 14.10.2025, bat ich den Leiter der Abteilung Zertifizierung der DKG um eine Stellungnahme zu der Frage, ob die Werbungen von Herrn Prof. Uhl während der vergangenen ca. 15 Jahre für die Maly-Meditation mit Lebensverlängerungen und Heilungen durch eine zusätzliche Maly-Meditation als seriös oder aber evtl. auch als unärztlich, unwissenschaftlich und/oder auch unseriös und damit m.E. auch als mit der Leitung eines von der DKG geförderten Pankreaszentrums nicht vereinbar anzusehen sind.

Ohne den Inhalt meines Schreibens vom 30.09.2025 und die Werbungen Herrn Prof. Uhl's mit angeblichen Lebenszeitverlängerungen und Heilungen zu erwähnen, geschweige denn zu diesen Werbungen direkt Stellung zu nehmen,

teilt die Abteilung Zertifizierung mit Schreiben vom 06.11.2025 mit:

Das Zertifizierungsystem der Deutschen Krebsgesellschaft baut auf den evidenz-basierten, entitätsspezifischen S3-Leitlinien auf. Es fordert und gewährleistet eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Behandlung von Patient*innen mit onkologischer Erkrankung in kooperierenden Zentren und ambulanten Einrichtungen. Das DKG-Zertifikat zeichnet immer das gesamte Netzwerk der kooperierenden Partner und nicht eine einzelne Klinik, Abteilung oder einen einzelnen Behandler aus.

Laut S3-Leitlinie „Komplementärmedizin“ in der Behandlung von onkologischen Patient+innen“ kann Meditation (mind-body-Verfahren) unter Tumortherapie zur Verbesserung der generellen Lebensqualität und der Depressivität (bei onkologischen Patienten) sowie zur Senkung von Angstsymptomen (bei Brustkrebspatienten und Patienten mit Leukämie) erwogen werden. (...)

Solange komplementärmedizinische Methoden in Leitlinien-gerechte Behandlungskonzepte eingebunden und nicht als singuläre Therapieverfahren empfohlen werden, sehen wir keine Unvereinbarkeit mit einer erfolgreichen Zertifizierung.“

Diese Antwort erweckt den Eindruck, daß die Abteilung Zertifizierung davon ausgeht, daß eine seriöse Betreuung/Behandlung der Patienten dadurch garantiert ist, daß ein evtl. Fehlverhalten bzw. eine evtl. nicht korrekte Beratung/Behandlung „eines einzelnen Beraters“ durch die multiprofessionelle Behandlung in kooperierenden Zentren und durch die Verpflichtung zu evidenz-basierter Beratung und Behandlung korrigiert bzw. verhindert wird – und so auch ein evtl. möglicher Mißbrauch eines Zentrums von „einzelnen Behandlern“ zur Aquirierung von Patienten für zusätzliche, evtl. für die Patienten kostenaufwendige, und für die eigene Klinik evtl. werbewirksame nicht-seriöse Behandlungen verhindert wird.

Dafür dürfte auch sprechen, daß die Abteilung Zertifizierung auf meine erneute Nachfrage bzw. Bitte (mein Schreiben vom 12.11.2025) um eine Bewertung der Werbungen Herrn Prof. Uhl's - im Interesse der Patienten, ihrer Ärzte und Betreuer, aber auch im Interesse des Vertrauens in Exponenten von zertifizierten Zentren - bis heute nicht geantwortet hat.

Diese Auffassung dürfte m.E. seine Berechtigung haben, wenn sich auch die „einzelnen Kliniken, Abteilungen und einzelnen Behandler“ den Standards einer seriösen, ärztlich und wissenschaftlich korrekten Betreuung und Beratung der Patienten verpflichtet fühlen.

Aber ist diese Voraussetzung im Falle des von mir in meinen Schreiben angesprochenen Komplexes „Prof. Uhl – Maly-Meditation“ gegeben?

Das war die Frage an die Abteilung Zertifizierung der DKG. Leider bleibt diese Frage unbeantwortet, denn in der Stellungnahme der Abteilung Zertifizierung werden die Werbungen Herrn Prof. Uhl's für die Maly-Meditation mit Lebensverlängerungen und Heilungen durch eine zusätzliche Maly-Meditation weder erwähnt, noch diskutiert, geschweige denn bewertet!

Prof. Dr. Rainer Klapdor
März 2026